Tennisclub Gettorf e. V.

 
 
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It never rains in Southern California...

... Oh doch!!!

Was haben sich die Herren Albert Hammond und Mike Hazlewood mit dieser Aussage nur gedacht?
Eine der größten Lügen der Musikgeschichte wurde am Wochenende der 3. Kalenderwoche des Jahres 2010 aufgedeckt.
Und wie es dort regnet!

Am Freitag erhielt unser treusorgender Sportwart einen Anruf aus dem heimischen "California".
An der südlichen Fensterfront regneten Unmengen an Tauwasser von der Decke, so dass man dort mittlerweile vielleicht seinen Freischwimmer nachholen, keinstenfalls aber in absehbarer Zeit Tennis spielen kann.
So musste auf die Schnelle eine Ausweichhalle gefunden werden - und das nicht nur für die Herren am Sonntag für ihr Heimspiel gegen den TSV Kronshagen, sondern auch schon für die 1. Herren 30 am Sonnabend für ihr Heimspiel gegen den TC Glücksburg.
Ein großes Dank an dieser Stelle schon einmal an unseren Sportwart Torsten Döbel, der sich dieser zeitaufwändigen und kurzfristigen Aufgabe stellte und schließlich in Wellsee auch fündig wurde.

So trat die Herren-Mannschaft am Sonntag Morgen in ihrem ersten Punktspiel der Wintersaison 2009/10 als Gastgeber in Wellsee gegen den TSV Kronshagen an.
Großartige Umstellungsschwierigkeiten gab es jedoch nicht, was primär darauf zurückzuführen ist, dass die Temperaturen in der Wellseer Tennishalle sich in ähnlichen Bereichen ansiedeln wie im "California".
Bitterkalt - gerade einmal so knapp über dem Gefrierpunkt!
Lediglich auf den deutlich schnelleren Untergrund musste man sich erst einstellen.

Dieses gelang Nils Petersen (2) in seinem Einzel gegen Julian Burghardt zunächst vortrefflich.
Dank einer guten Leistung konnte Petersen den ersten Satz im Schnelldurchgang mit 6:1 für sich entscheiden.
Im zweiten Satz galt es lediglich eine phasenweise vorherrschende (aber schon traditionelle) Vorhandschwäche zu überwinden, so dass dieser nur knapp mit 6:4 nach Hause gezittert werden konnte.

Mit Schwächen in ganz anderem Umfang musste sich Mark Timmler (4) in seinem Einzel gegen Nils Buchert zunächst auseinander setzen.
Nichts, aber auch gar nichts wollte in den ersten eineinhalb Sätzen klappen, so dass er lediglich darauf bedacht sein konnte, die Bälle irgendwie "zurückzulöffeln".
Aber was will man auch schon erwarten, wenn man auf dem Platz aufgrund vollständiger Orientierungslosigkeit zum Erlaufen von Stop und Lob beinahe auf die Mithilfe eines Kompasses angewiesen ist oder schon beim Aufschlag die Bälle in einer Weite nach vorne wirft, die bei den Bundesjugendspielen zum Erringen einer Ehrenurkunde gereicht hätte.
Nach überwundenen Anzeichen der akuten Hypothermie konnte wenigstens das Ende des zweiten Satzes ansehnlich und druckvoll gespielt werden, so dass letztlich ein 6:2, 6:1 zu Buche stand.

Mit einer beruhigenden 2:0-Führung nach den ersten Einzeln betraten dann Sven Petersen (1) und Moritz Michelsen (3) die "Eishalle".

Sven Petersen malte sich schon im voraus keine großen Siegeschancen gegen Bastian Weidner aus, lieferte ihm aber dennoch ein sehr ansehnliches Match bei einer ansprechenden Leistung. Insbesondere den zweiten Satz konnte er gegen einen stark aufspielenden Weidner lange offen gestalten, musste sich aber letztlich doch mit 2:6, 3:6 geschlagen geben.

Das "Küken" Moritz Michelsen hingegen musste bei seinem Einzel gegen Torben Eichstätt mit der Favoritenrolle leben.
Diese konnte er zunächst auch bestätigen, indem er den ersten Satz sicher mit 6:3 gewann.
Danach schlich sich irgendwie der Wurm in sein Spiel ein und Eichstädt auf der anderen Seite agierte sicherer und druckvoller.
Mit 6:3, 3:6, 4:6 musste sich Michelsen - bis zuletzt aber vorbildlich fightend - am Ende geschlagen geben.

So musste die Entscheidung in den abschließenden Doppeln fallen.

Die erneute Gettorfer Führung besorgte das zweite Doppel N. Petersen/Timmler mit einem schnellen 6:3, 6:0 gegen das Duo Eichstädt/Buchert.
Das erste Doppel S. Petersen/Michelsen zog hingegen gegen die starke Paarung Weidner/Burghardt mit 2:6, 4:6 den Kürzeren, wobei man aber nicht von einem gänzlich chancenlosen Unterfangen sprechen kann.

Summ summarum trennten sich beide Mannschaften somit Unentschieden.

Bei einem Essen bestehend aus einem lauwarmen Potpourri an Nudeln Bolognese à la Mikroonde ging ein spaßiges Heimspiel in der Ferne mit einer äußerst sympathischen Mannschaft des TSV Kronshagen zu Ende.


   (mt)