Tennisclub Gettorf e. V.

 
 
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Tennis-Krimi im California

Eine bemerkenswerte 4. Kalenderwoche 2009 geht zu Ende!
Überall auf der Welt kam es zu Ereignissen, über die sicherlich noch lange gesprochen wird...
...In Kroatien triumphierte sich die Deutsche Handballnationalmannschaft durch die WM-Vorrunde, im Australischen Dschungel und in den USA wurden neue "Könige" gekrönt und im Eckernförder "California" kam es zu einem Tennis-Krimi par exellence.

Protagonisten des letzteren Ereignisses waren die Herren-Mannschaften des TC Gettorf e.V. und des TSV Altenholz 2 beim zweiten Spieltag der Bezirksligasaison 2009.
Die Gettorfer planten, ihrer unglücklichen Auftaktniederlage gegen Rödemis einen Punktgewinn folgen zu lassen, doch auch die Altenholzer verfolgten sicherlich ähnliche Ziele.

Begonnen wurde mit den Einzeln an den Positionen 1 und 4.
An Position 1 musste kurzfristig auf Captain Sascha Haß verzichtet werden. Er musste sich gesellschaftlichen Verpflichtungen beugen und dem "Tennisball" in Eckernförde einen "Reiterball" in Neumünster vorziehen.
Für ihn sprang dankenswerterweise Eike Möller ein, der sich eigentlich in der heißen Phase der Klausurvorbereitungen befindet.
Trotz einiger guten Phasen war daher ein gewisser Trainingsrückstand nicht zu übersehen, so dass Möller mit 1:6, 1:6 gegen Sven Clausen unterlag.
Moritz Michelsen trat an Position 4 gegen seinen Kumpel Marvin Schütt an.
Nach anfänglichen Unsicherheiten (aber die haben ja schon Tradition) fand er in sein Spiel und konnte ungefährdet mit 6:4, 6:2 zum 1:1 ausgleichen.

Den zweiten Einzeldurchgang bestritten die Petersen-Zwillinge für den TC Gettorf e.V..
Nils hatte es an Position 3 mit dem starken Altenholzer Neuzugang Vincent Stoffers zu tun.
Dessem druckvollen Spiel konnte Petersen nur im ersten Satz etwas entgegensetzen, so dass er leider mit 4:6, 0:6 den Kürzeren zog.
Sven spielte an Position 2 gegen seinen alten Bekannten Sebastian Pöhlmann und wollte sich für seine unglückliche Niederlage aus dem vergangenen Sommer revanchieren. Es entwickelte sich ein paradoxes Spiel mit Höhen und Tiefen hüben wie drüben. Nach einer 4:0 Führung musste Petersen nach sechs verlorenen Spielen in Folge den ersten Satz mit 4:6 abgeben. Sechs in Folge gewonnene Spiele seinerseits führten zum Satzausgleich. Nun war Pöhlmann wieder an der Reihe und ging schnell mit 6:4, 0:6, 3:0 in Führung.
Der weise Ratschlag "Mach' doch einfach 'mal sechs Spiele in Folge" von Team-Oldie Mark Timmler entpuppte sich für Petersen als äußerst hilfreich, so dass er in einem kuriosen Spiel letztlich mit 4:6, 6:0, 6:3 für den neuerlichen Ausgleich sorgen konnte.

Wie die Altenholzer ihre Doppel aufstellen würden, war den Gettorfer Strategen schnell klar.
Ihrerseits galt es, einen sicheren Punkt im zweiten Doppel zu erspielen und mit einem dennoch starken ersten Doppel "'mal zu gucken was da so geht".

Der Plan ging zunächst auf!
Das zweite Doppel Sven Petersen/Michelsen hatte gegen das Altenholzer Gespann Pöhlmann/Schütt keine Probleme und sorgte mit einem nie gefährdeten 6:2, 6:2 für die erste Gettorfer Führung.

Im ersten Doppel lief zunächst auch alles normal!
Trotz ordentlicher Leistung hatten Timmler/Nils Petersen in ihrer gemeinsamen Doppelpremiere im ersten Satz gegen das starke Duo Clausen/Stoffers keine Chance und verloren diesen mit 2:6.
Doch dann kam es zu einer Leistungssteigerung als hätte es anabole Steroide geregnet!
Wie in einem Rausch erspielten sich Timmler/Petersen die folgenden 15 (!!!) Punkte, mit zum Teil spektakulären Ballwechseln. Das war dann auch die Grundlage für den überraschenden Satzausgleich.
Bei 2:6, 6:2 ging es in den entscheidenden 3. Satz, wo zunächst da weiter gemacht wurde, wo man aufgehört hatte.
Mit 4:1 und 5:3 gingen Timmler/Petersen in Führung und vergaben 3 Matchbälle.
Als ob das Drehbuch dieser Partie von Hitchcock höchstpersönlich geschrieben wurde, kam es zum finalen Tie-Break, in dem die Gettorfer rasch mit 0:3 in Rückstand gerieten.
"Macht doch 'mal sechs Punkte in Folge" war das neue Motto, welches durch hochkarätige Ballwechsel auch erfolgreich umgesetzt werden konnte.
Beim Spielstand von 6:3 hatten Timmler/Petersen dann drei Matchbälle in Folge, jedoch leider ohne - auch nur bei einem - eine wahre Chance gehabt zu haben.
"Blöderweise" konnten Clausen/Stoffers ihrerseits dann den zweiten Matchball verwandeln, so dass sich beide Teams letztendlich mit 3:3 trennten.

Wie eingangs erwähnt:
Ein Ereignis, über das man sicherlich noch lange reden wird, in welcher Hinsicht auch immer ......

(mt)