Tennisclub Gettorf e. V.

 
 
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Einzel- und Doppel-Clubmeisterschaften 2008

Das Finale muss über 3 Sätze gehen, darin waren sich die bisherigen Finalisten einig. Wenige Stimmen forderten gar, es Wimbledon gleichzutun und im letzten Satz auf den Tie-Break zu verzichten. Wenn denn alle Spiele so hochklassig verlaufen würden wie das Finale im Einzel der Herren zwischen den Zwillingen Nils und Sven Petersen, könnte man diesem Gedanken sicher auch folgen. In anderen Wettbewerben würde man aber möglicherweise auch Abbrüche wegen Erschöpfung oder Dunkelheit provozieren.

Nein, nun Spaß beiseite, in einem sowohl quantitativ als auch qualitativ hervorragend besetzten Herrenfeld kamen etwa 8 (!) Spieler für den Titel in die engere Wahl. So gab es bereits in der ersten Runde Matches über 3 Sätze und im Viertelfinale kam nur 1 Partie ohne einen Tie-Break aus. Zudem wartete jede Runde mit einer zumindest kleinen Überraschung auf. Für Kenner der Szene waren die Finalisten so zwar nicht überraschend, jedoch keineswegs selbstverständlich, zweifelsohne jedoch hochverdient. Vielen Dank an Nils und Sven für dieses hochkarätige Match. Wir im TC Gettorf sehen gerne mehr davon.

Aber auch das Nebenrundenendspiel zwischen den beiden Routiniers Finn Hansen und Oliver Klütmann war optisch ein Leckerbissen, da beide nicht durch Hochgeschwindigkeit sondern durch Spielwitz, Ideenreichtum und geniales Winkelspiel das Publikum begeisterten.

Im kleinen Feld der Damen 30 setzte sich Dörte Palm-Tepp gegen die kämpferisch gut aufgestellte Birgit Sievertsen knapp durch, in diesem Feld fehlten die großen Überraschungen.

Das Feld der Herren 40 hätte ebenfalls mehr Teilnehmer verdient, wahrscheinlich sind aber die Wunden der gerade erst beendeten Punktspielsaison noch nicht bei allen Spielern geleckt. So wurde erst durch die Teilnahme des bereits eine Altersklasse höher startberechtigten Heinz-Jürgen Knaak die Austragung im K.O.-System möglich. Dieser spielte sich auch ins Finale, hatte aber bereits früh mit einer Zerrung zu kämpfen, so dass er letztlich Thomas Kurberg nach 3 Stunden hauchdünn unterlag.

Im Doppel der Herren kam es bereits in der ersten Runde zu einer Begegnung, die auch eines Endspieles würdig gewesen wäre. Das „Team der Eckernförder Bank“ (Nils Petersen und Sascha Haß) musste den Spielern der Herren 30 (Oliver Klütmann und Finn Hansen) letztlich den Einzug in das Halbfinale nach 3 umkämpften Sätzen gewähren. Bedingt durch eine Verletzung von Michael Rehbehn, der an der Seite von Mark Timmler spielt, wird das Finale gegen Klütmann/Hansen erst im Rahmen der Mixed-Meisterschaften im September ausgetragen. Michael hatte sich als undenkbar schlechte Vorbereitung auf das Endspiel für ein Lehrer-Fußball-Turnier am Samstag entschieden. Auch ein schlechter Prophet hätte in diesem Fall mit der Vorhersage einer Verletzung glänzen können. Aber, so bleibt uns die Vorfreude auf ein erfahrungsgemäß hochinteressantes Doppel-Endspiel.

Das Endspiel im Doppel der Damen 30 war im Sinne von Dalli-Dalli quasi ein Duell „Erfahrung“ gegen „Ambition“, denn es traten mit Monika Kremsier und Susanne Nolde zwei, mittlerweile bei den Damen 40 wettkämpfenden, Spielerinnnen gegen Birgit Sievertsen und Ina Roßmann aus den neu formierten Damen 30 an.. Verdientermaße gewann in diesem Fall „Erfahrung“ gegen „Ambition“, wenn auch knapp.

Hervorzuheben ist die durchgehend gute Stimmung, die langen Abende bzw. Nachmittage im Clubheim und die Traute einiger sehr jugendlicher Spieler, sich sowohl im Einzel als auch im Doppel mit den Großen zu messen.

Nicht unerwähnt bleiben muss natürlich der Wettergott, der sich aber bitte im September und auch in den nächsten Jahren wieder etwas mehr anstrengen und sich nicht auf den Lorbeeren der vergangenen Jahre ausruhen möge.

(mp)

   

(Bilder: fo, Bereitstellung: mt)

Konkurrenz
Qualifikation Hauptfeld Nebenrunde
       
Damen-Einzel
   
Damen-Doppel
   
       
Herren-Einzel
Herren-Doppel
 
Herren Ü40-Einzel