Tennisclub Gettorf e. V.

 
 
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1. Herren verliert in Flensburg

Auch Niederlagen können Spaß machen...

Am Samstag, den 12. Mai führte der Weg der 1. Herren zum Landesliga-Klassenerhalt wieder einmal nach Flensburg.
Eigentlich ein gutes Omen, denn außer bei den Jugendpunktspielen (aber das ist ja schon so lange her, dass sich niemand mehr daran erinnern kann) hat man beim FTC noch nie verloren. Außerdem rechnete man mit traditionell schlechten Plätzen – im Pferdesport spricht man von tiefem Geläuf – sowie einer gewissen Zurückhaltung in der Bewirtung der Gäste.
Doch diesmal war alles irgendwie anders. Alles – nicht wirklich alles – die Plätze hielten unseren Erwartungen stand und der ständige Regen tat sein Übriges dazu, so dass für die Gettorfer "Schönwetterspieler" die Ausgangsbedingungen äußerst ungünstig waren.

Da man sich untereinander schon länger kannte, fiel die Begrüßung entsprechend freundschaftlich aus und es gab – surprise, surprise – leckeren, saftigen Kuchen, der auch anderen Mannschaften geschmeckt haben muss, denn er begleitete das Punktspiel nicht lange.

Nachdem dann auch Michael Rehbehn, seines Zeichens ein konsequenter Fahrer nach „Navi“, die Anlage nach unwesentlicher Verspätung gefunden hatte (zum Glück gibt es ja Handys, so dass man die Mannschaftskameraden nach dem Weg fragen kann), begaben sich die ersten Paarungen in die Sandkiste, pardon, auf die Plätze.

Die erste Einzelrunde war die Runde der "Oldies".

Michael Polzin hatte einen rabenschwarzen Tag und machte sich das Leben mit unüblichen Dopelfehlern doppelt schwer, so dass er trotz gelegentlich aufblitzenden Könnens Finn Thomasky mit 0:6, 1:6 etwas zu deutlich unterlag.

Parallel unterlag Michael Rehbehn einem blendend aufgelegten Marco Schmidtchen trotz ansprechender Leistung mit 2:6, 3:6. Marco könnte sicherlich auch in noch höherer Spielklasse locker mithalten.

Schwuppdiwupp stand es damit 0:2 und die Hoffnungen auf einen Erfolg wurden weniger.
- Aber Einiges wurde auch mehr: der Regen!

Die Einzelrunde der "Youngster" fand daher unter widrigsten Verhältnissen statt.

Auf Gettorfer Seite kam es zum Debüt der neuen „1“ - Finn Wilke - der auf einen alten Bekannten treffen sollte und mit Niklas Ewald auch noch eine Rechnung vom letzten Hallenbezirksmeisterschaftsfinale offen hatte.
Allerdings ist Niklas mit seinen 21 Lenzen ganze 7 Jahre älter als Finn und nutzte die äußeren Bedingungen, seine Sicherheit und Cleverness, um Finn erneut den Sieg zu verwehren. Zwar machte Finn stets das Spiel, jedoch nicht oft genug den entscheidenden Punkt und unterlag mit 5:7, 2:6.

Nils Petersen an Position 3 hieß die letzte Chance auf ein Unentschieden.
Gegen Jan Struwe begann er zunächst deutlich unter seinen Möglichkeiten, kam über den zweiten Satz gut ins Spiel, bis sein Gegner im dritten Satz aufhörte, Fehler zu machen. Da Nils im Abschluss insgesamt etwas unglücklich agierte, reichte dies, um das Match mit 6:4, 2:6, 6:1 nach Hause zu schaukeln und die Flensburger bereits vor den Doppeln zum Sieger zu küren.

Die Doppel waren beide nicht chancenlos. Finn und Nils scheiterten im ersten Doppel letztlich daran, dass sie nahtlos an ihre Leistungen aus dem Einzel anknüpften und die entscheidenden Punkte letztlich nicht zu ihren Gunsten verwandeln konnten. Verzweiflung machte sich breit, da Struwe und Ewald wirklich jeden Ball irgendwie zurückspielten und insbesondere die Ausbeute aus Schmetterbällen nicht zum Sieg gereichte.

Das zweite Doppel Timmler/Rehbehn verlor den ersten Satz knapp im Tie-Break gegen Schmidtchen/Thomasky bevor einer seine "one-man-show" abzog, der bis dahin zwar phasenweise auffällig jedoch eher peripher in Erscheinung trat: Mustafa vom Nebenplatz!

Sportsfreund Mustafa vom parallel stattfindenden Herren 55-Punktspiel verstand es, alle Personen im Umkreis von mehreren Quadratkilometern in seinen Bann zu ziehen - so auch die 4 Akteure Schmidtchen, Thomasky, Timmler und Rehbehn, die eigentlich noch ein schönes Doppel zu Ende spielen wollten.

Streitigkeiten, komische Kommentare und putzige Regelauslegungen wechselten sich in einer Dichte und Lautstärke ab, welche die Welt noch nicht gesehen hat.
Der Zuschauerschar wurde eine köstliche Unterhaltung geboten, und niemand verfolgte mehr den zweiten Satz des Herren-Doppels.
Das ging so lange bis sich "Musti" und seine Mitstreiter "einigten", ihr Doppel abzubrechen.
Doch jeder wusste, Musti musste (Wortspiel!!!) auch das noch ausgiebigst ausdiskutieren, was den Fokus Aller erneut auf ihn zu lenken schien.
"Was, Ihr seid schon fertig?" war ein Kommentar, nachdem das Gettorfer Herren-Doppel nach einem 1:6 im zweiten Satz den Platz verließ.
Selten wurde man so "in den Schatten gestellt" :-)

Bei einem üppigen, wenngleich spontanen fast mitternächtlichen "Mist-der-Chinese-hatte-schon-zu-deshalb-gibt's-Partypizza-aber-nur-noch-zweieinhalb-denn-für-drei-reichte-der-Teig-nicht-mehr" - Essen mit einer supernetten Herrenmannschaft des Flensburger TC ging das Punktspiel dann langsam zu Ende.

Natürlich durfte ein "Schmankerl" nicht fehlen!
Am Nachbartisch der Herren 55 wurde nämlich darüber diskutiert, wie das besagte Doppel nun zu werten sei!
Leider lag das Ergebnis bei Redaktionsschluss noch nicht vor :-)

(mt)