Tennisclub Gettorf e. V.

 
 
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Tennis-Jugend-Kreismeisterschaften Winter 2006

Mit insgesamt 10,5 Teilnehmern (eigentlich 11, aber offiziell lediglich 10) stellte der TC Gettorf bei den diesjährigen Hallenkreismeisterschaften nach dem TC BG Eckernförde das größte Teilnehmerfeld. Besonders erfreulich war die Teilnahme einiger Mädchen, die Spaß am Tennissport haben und die Kreismeisterschaften nutzten, um ein wenig Erfahrungen im Wettkampf zu sammeln. Schließlich will man im nächsten Sommer bei den Punktspielen kräftig mitmischen. Annkathrin Kurberg und Melina Wolter, die für die erkrankte Larissa Blümke eingewechselt wurde, zeigten ordentliches Tennis, wobei Annkathrin ein Sieg gelang und sie so beinahe ins Finale der B-Runde gelangt wäre. Ebenso wie Melina, die das Finale der C-Runde vor Augen hatte, reichte es im Halbfinale dann aber nicht ganz. Aber Mädels, toll, dass Ihr den Mut hattet mitzumachen, weiter so!

Weitaus wettkampferfahrener agierte Lydia Kurberg und bezwang die spätere Nebenundensiegerin Thory Wieben ungefährdet, war dann im Halbfinale gegen die Turniersiegerin Anna Petersen, die beinahe unter Profibedingungen trainiert, aber chancenlos. Lydis Konzentration gilt jedoch in dieser Saison ohnehin voll dem Mini-Cup, so dass der Ausflug ins Großfeld als zusätzliche Trainingseinheit angesehen wurde.

In der Nachwuchskonkurrenz starteten die Zwillinge Nils und Sven Petersen mit guten Titelchancen, wobei die stärksten, keineswegs jedoch unschlagbaren, Konkurrenten aus Louisenlund kamen. In dem größten Teilnehmerfeld des Turniers spielte sich Sven ins Viertelfinale, unterlag aber dem späteren Kreismeister Christof Friedel, der die entscheidenden Ballwechsel regelmäßig mit extrem riskant gespielten Bällen für sich entscheiden konnte. Dagegen war Sven, trotz einer sehr guten Leistung, machtlos. Nils erreichte das Finale, konnte seinen Bruder aber nicht rehabilitieren und musste sich gegen den drei Jahre älteren Friedel ebenfalls geschlagen geben.

Bei den Junioren U 16 frohlockte unser Jugendwart aufgrund des äußerst schwach besetzten Feldes bereits mit einem Gettorfer Endspiel. Jasper Waldmann machte ihm jedoch gleich im ersten Spiel einen Strich durch die Rechnung, indem er klar verlor. Auch im Nebenrundenfinale, dass Jasper kampflos erreichte, konnte er nie zu der Form aufschließen, die er im Training regelmäßig an den Tag legt. Jasper fehlt einfach die Matchpraxis, aber diesbezüglich hat er bereits Besserung geschworen. Vielleicht war auch der Besuch einer Party am Vorabend eben nicht die optimale Turniervorbereitung. Gewissenhafter war diesbezüglich Finn Bawey, der den geplanten Besuch des Kieler Weihnachtsmarktes kurzerhand absagte. Nach einem leichten Auftaktsieg musste Finn dann im Halbfinale über die volle Distanz gehen und gewann den entscheidenden Tie-Break des dritten Satzes in eindrucksvoller Manier.
Gesundheitlich und konditionell angeschlagen ging er ins Finale und hatte mit psychischen Höhen und Tiefen zu kämpfen, bis er knapp mit 5:7 im dritten Satz der lebenden Ballwand aus Eckernförde unterlag. Letztlich unverdient, da Finn der bessere Spieler war, aber auch den Kampfgeist von Benjamin Ghoroghy gilt es anzuerkennen.

Im Feld der Junioren U 12 spielte sich Per-Lasse Tepp nach einem ungefährdeten Auftaktsieg und einem Sieg im Halbinale gegen Magnus Behringer ins Finale. Das Halbfinale war die Chance für Magnus, sich für die Endspielniederlage vom Sommer zu revanchieren. Das Match war ebenso eng, jedoch sportlich deutlich verbessert und interessanter. Die Revanche misslang knapp. Im Finale war Lasse gegen seinen Dauerrivalen Björn Petersen trotz einer wirklich guten Leistung chancenlos. Erfreulich waren jedoch Lasses Lauffreudigkeit und seine Lust am Spiel, was in den zurückliegenden Trainingseinheiten ein wenig zu vermissen war.

Im kleinen Feld der Junioren U 10 marschierten John Haucke und Julius Noack im Gleichschritt durch sichere Siege über ihre Kreistrainingspartner Fabio und Timor Domin ins Finale. John hatte zuvor in der ersten Runde ebenso ungefärdet Mark-Philipp Decker aus dem Rennen geworfen. Ein mit Spannung erwartetes vereinsinternes Finale begann zunächst erwartet. Julius konnte den ersten Satz für sich entscheiden, in einem Spiel, das von Fehlentscheidungen auf beiden Seiten geprägt war, die sich letztendlich jedoch die Waage hielten. Obwohl uns Johns kämpferische Qualitäten bekannt sind, wollte niemand so recht daran glauben, dass er den Trainingsrückstand von sieben Monaten bereits aufgeholt hatte. Zumindest an Kampfgeist hatte John jedoch nichts verloren. Dieser siegte schließlich gegen das technisch hervorragende Tennis von Julius und John nahm – etwas ramponiert, aber glücklich – den Siegerpokal entgegen. Die beiden werden uns sicher noch viele viele spannende Matches mit unterschiedlichen Siegern liefen. Aus Vereinssicht ist dieser Doppelerfolg natürlich sehr erfreulich und macht Mut für den Mini-Cup. Julius und John, toll gespielt, macht so weiter!

 

(mp, Bereitstellung: mt, Bilder: mr)