H30 verpassten Sensation in Niebüll nur denkbar knapp
Hoch motiviert und gut informiert über die Spielstärke des Gegners machte sich die Truppe am Sonntag jedoch mit nicht all zu großen Erwartungen auf den langen Weg an die Westküste. Jörg Brix und Marcus Schander standen nicht zur Verfügung und somit war unsere Ausgangssituation wieder mal ausgesprochen ungünstig!
Gejammer hilft nicht weiter! So krempelten die 7 Auswärtsfahrer die Ärmel hoch und los ging es auf der ausgesprochen schönen und vor allen Dingen windgeschützten Anlage in Niebüll (Anm. vom Chronisten: Niebüll gilt als Favorit für den Verbandsliga Aufstieg).
Unser Anfangstrio traf wie erwartet auf starke Konkurrenz. Torsten Döbel (6) spielte gegen Mark Weinhonig hübsch mit, mehr war aber auch gegen den ca. 2 Meter großen Volleyspezialisten nicht drin! Das Spiel ging 3:6 und 2:6 verloren. (ja Finn, soviel zu dem Thema ungeschlagen an Position 6!!).
Holger Dowers (4) hängte sich wie gewohnt ordentlich rein, aber auch für ihn war gegen den sicheren Stefan Dumstrei bereits nach 2. Sätzen (1:6 und 4:6) die Einzelkonkurrenz beendet.Es lief also wie „geplant.“
Nun war unser Kapitän Finn Hansen (2) gefragt. Der ließ sich auch nicht lange bitten und spielte gegen Jörg Tiedemann unglaubliches Sandplatztennis. Nahezu keine Fehler und mit „kontrollierter“ Geschwindigkeit! Finn, dass war das entscheidende Signal für unsere nachfolgenden Mannschaftskollegen! (Ach so, ein Ergebnis gab es auch 6:3 und 6:1 für Finn).
Wir lagen also „nur“ 2:1 zurück und drei „Gladiatoren“ brannten noch auf Ihren Einsatz.
Oliver Klütmann (1) gut erholt aus seinem Malle-Urlaub zurück, hatte gegen Rüdiger Hass erstaunlich wenig Probleme und konnte ihn mit 6:4 und 6:4 sicher in die Schranken weisen. (Olli, wer muss diese Saison Bezirksliga H 30 spielen, um Dich zu schlagen? Thomas Muster oder Michael Stich!?).
Achim Pfüller (5) spielte gegen Ingwer Andersen, wie letzte Woche schon vehement vom Chronisten gefordert (ihr erinnert Euch!?), sein erstes Einzelmatch in dieser Saison. Achim übertraf selbst die Erwartungen der kühnsten Optimisten. Nervenstark und mit Magnesiumtabletten „gedopt“ spielte er wie ein „Schweizer Uhrwerk“ seine Stärken aus und gewann 6:2 und 7:6 hoch verdient gegen einen konsternierten Kapitän der Heimmannschaft! (Achim, in dieser Form bist Du aus der Truppe nicht mehr wegzudenken!).
Jetzt hatte Sven Rossmann (3) gegen Dirk Friedrichsen nach gewonnenem 1. Satz (6:3) die kaum zu glaubende 4:2 Führung nach den Einzeln auf dem Schläger. Trotz fantastischem Kampfwillen, konnte er die Führung gegen einen jetzt wie „aufgedreht“ spielenden Dirk nicht verteidigen. Die Sätze 2 + 3 gingen mit 1:6 und 2:6 verloren.
Zwischenstand nach den Einzeln also 3:3 !!
Langwierige Diskussionen über die nun folgende Doppelaufstellung waren die Folge. Schlussendlich haben wir die Variante 1+3, 2+5 und 4+7 entschieden. Diese Aufstellung erwies sich im späteren Verlauf als an Dramatik nicht zu überbietende Lösung!
Die „Opferlämmer“ waren bei dieser Aufstellung Holger Dowers und Dirk Zimmermann, die im 3. Doppel auf die Kombination Jörg und Mark trafen. (Beides ausgesprochene Doppelspezialisten mit Gardemaßen!). Jungs, wie Ihr das eine Spiel geholt habt, einfach klasse!! Im Sinne der Mannschaft haben die beiden die 1:6 und 0:6 „Klatsche“ ohne Murren hingenommen! (Spitze!)
Durch diesen Schachzug haben wir natürlich unser 1. Doppel mit Klüti und Rossi und das 2. Doppel mit Finn und Achim „extrem“ stark gemacht.
Jetzt spielten sich wirklich atemberaubende Szenen ab. Unsere beiden Doppel mussten an ihre Grenzen gehen! Nachdem Finn und Achim gegen Dirk und Stefan den 1. Satz mit 6:4 gewinnen konnten, und Rossi und Klüti nach 2 abgewehrten Satzbällen den Tiebreak gegen Ingwer und Rüdiger mit 11:9 für sich entscheiden konnten, war der Sieg in Niebüll plötzlich in greifbare Nähe gerückt! Der 2. Satz von Olli und Sven war dann gegen desillusionierte Gegner nur noch Formsache und ging mit 6: 2 an unser 1. Doppel! (Glückwunsch, das war großes Tennis!)
In der Zwischenzeit hatten Finn und Achim nach einer 3:2 Führung im 2. Satz und einer bis dahin grandiosen Leistung plötzlich Angst vor dem Sieg!?
Wie auch immer, blitzartig wachten die beiden Niebüller auf und spielten (insbesondere Dirk) Tennis von einem anderen Stern. Unter dem Jubel der zahlreichen Niebüll-Fans holten die beiden 10 Spiele in Folge und konnten mit letzter Kraft unseren Sensationssieg vereiteln.
Endergebnis also 5:4 für unsere Gastgeber!
Dieses Spiel in Niebüll zeigt mal wieder, dass im Tennis erstmal jedes Spiel gespielt werden muss. Zitat unseres Kapitäns: Männer, ich bin stolz auf Euch!!
Diesen abschließenden Worten ist auch vom Chronisten nichts mehr hinzuzufügen!
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Herren 30 gemeinsam mit den Gegnern |
Zwischenstop an der Tanke auf dem Heimweg |
(td)

