1. Herren verpasst Verbandsmeisterschaft!
Das Endspiel um die Verbandsmeisterschaft beim TSV Husby stand für die 1. Herren schon im Vorfeld unter keinem guten Stern. Wie noch nie zuvor machte die Verbandsliga ihrem Namen alle Ehre.
Gettorfs Nummer 1 Michael Rehbehn fiel aufgrund sommerlicher Grippeerscheinungen komplett aus, der Nummer 2 Dr. Hinrich Lorenzen plagten immer noch muskuläre Probleme im Bauchbereich und Mark Timmler schmerzte die Schulter des Schlagarmes. Letztere griffen dennoch zum Schläger.
Der notwendige Sieg gegen die starke Husbyer Teenie-Group schien daher nur noch kühnsten Optimisten möglich zu sein.
So reiste man mit dem Vorsatz in das Flensburger Vordorf an, "ein wenig Spaß zu haben".
An Position 3 sah zunächst alles gut aus, denn Michael Polzin gewann gegen Michel Andresen den ersten Satzn glatt mit 6:2. Die folgenden Sätze musste er dann leider mit 2:6 und 5:7 unglücklich abgeben.
An Position 4 agierte Mark Timmler gegen Brian Scheve bis zum Zwischenstand von 4:6, 2:5 und 0:30 auf einem Niveau, das einem Bambino-Kreisklasse Punktspiel doch sehr nahe kam. Von diesem Zeitpunkt ab an, folgte er dem Ratschlag des Team-Oldies Dr. Lorenzen und rückte bei jeder noch so kleinen Möglichkeit ans Netz auf. Die Rechnung ging auf, so dass es letztlich mit 4:6, 7:5 und 6:2 zum Gettorfer Ausgleich kam.
An Position 1 stand Dr. Lorenzen auf absolut verlorenem Posten gegen Lasse Meyer. Sichtlich gehandicapt durch Verletzung und genervt durch die unkonventionelle Art des Einspielens seines Gegners sowie böigen Wind auf dem Husbyer Hochplateau kam er nie ins Spiel. Auch die Auslobung einer 100,00 Euro Siegprämie beim Zwischenstand von 0:6 und 0:3 durch Gerald Tank und Mark Timmler verhalfen nicht zur Wende, so dass Husby durch einen 6:0, 6:1
Sieg mit 2:1 in Führung ging.
An Position 2 spielte Sascha Haß gegen Stefan Boysen gut mit, hatte aber wie in der gesamten Saison das Glück zu keinem Zeitpunkt der Partie auf seiner Seite, was nicht gerade zu Motivationsschüben führte. Das 4:6 und 2:6 erscheint deutlicher als das Spiel in Wirklichkeit war.
Zumindest ein Doppel wollte das Gettorfer Lazarett dann noch aus Husby entführen.
Im ersten Doppel spielten Dr.Lorenzen und Gerald Tank phasenweise sehr gut mit gegen Meyer/Andresen nutzen ihre Spielbälle aber zu selten und verloren mit 1:6, 1:6.
Im zweiten Doppel bezwangen Sascha Haß und Mark Timmler das Husbyer Doppel Boysen/Julien Wüst mit 6:2, 6:2. Hier siegte letztlich die Erfahrung gegen jugendliches Talent.
Im Anschluss des Punktspieles wurden in gemeinschaftlicher Runde 2 Flaschen Champagner, gesponsert von dem Trainer der Husbyer Jungs - Wolfgang Raube - geleert und abschließend gegrillt.
Einige witzige Sachverhalte kamen zum Vorschein, wie zum Beispiel der riesige Altersunterschied zwischen den Mannschaften. Summiert man das Alter beider Mannschaften so kommt man zu dem Ergebnis, dass das Gettorfer Team 72 Jahre (!) älter war als das Husbyer.
Auch eine Lehrer-Schüler-Konstellation ließ die Gettorfer schmunzeln. So stellte sich heraus, dass Gettorfs Michael Rehbehn im vergangenn Jahr Husbys Stefan Boysen in Mathematik unterrichtete. Wenn man dann noch erwähnt hätte, dass Dr. Lorenzen wiederum der Hochschullehrer von Rehbehn ist, wäre Boysen wohl gänzlich vom Glauben abgefallen.
Nächstes Jahr treffen sich die Mannschaften in der Landesliga wieder - diesmal hoffentlich beide Mannschaften fit und in Bestbesetzung.
(mt)