Unglückliche Niederlage der 1. Herren
Am 22. Mai gastierte die starke Herren 4er-Mannschaft des THC Neumünster
in Gettorf.
Im Vorfeld dieser nicht ganz unwichtigen Partie für den Klassenerhalt
gab es die gewohnten Ausfälle und Krankheitsfälle. Die Nummer 1 Michael
Rehbehn war erkältet, was sich vor allem auf die Kondition auswirkte,
selbiges galt für Sascha Hass. Mark Timmler konnte aufgrund einer lädierten
Schulter gar nicht erst zum Racket greifen.
Zudem waren die äußeren Bedingungen alles andere als verbandsligawürdig.
Sinntflutartige Regenschauer, Hagel und Orkanböen wechselten sich munter
mit strahlendem Sonnenschein ab, so dass es zu der einen und anderen unfreiwilligen
Pause kommen musste. Anfänglich tagten die Mannschaftsräte beider
Teams schon wegen eines Ausweichtermins. Irgendwann ging es dann aber doch
los.
Dr. Hinrich Lorenzen (2) war als erster fertig. Gegen einen wie im Rausch
spielenden Gerrit Juckel hatte er nach eigener Aussage anfangs nicht den
Hauch einer Chance. Beim Zwischenstand von 1:6, 1:5 schien der Rausch
vorbeizugehen und "Hinni" Lorenzen konnte auf 5:5 ausgleichen. Juckel
ließ sich das Spiel aber nicht mehr aus der Hand nehmen und siegte völlig
verdient mit 6:1, 7:5.
Fast zeitgleich kam es zum Ende der Partien an Position 3 und 4. Sascha
Hass (3) hatte mit seinem Gegner Florian Nawroth keine Probleme und gewann
sicher und verdient mit 6:0, 6:4. Michael Polzin (4) verlor knapp mit
4:6, 4:6 gegen Torben Andresen. Zumindest ein Satzgewinn war in dieser
Partie durchaus im Bereich des Möglichen.
An Position 1 schien Michael Rehbehn gut erholt von den tuffigen Eskapaden
seines Gegners aus Hoisbüttel aus der Vorwoche. Nach verlorenem ersten
Satz und knappen Verlauf zu Beginn des zweiten Satzes kam er immer besser
in seinen Rhythmus, gab ab diesen Zeitpunkt kein einziges Spiel mehr ab
und gewann nach wirklich guter Leistung mit 3:6, 6:2, 6:0.
Summa summarum 2:2 nach den Einzeln! - Das kannten die Gettorfer schon
aus Flensburg!
Das Glück, das man in Flensburg noch hatte, war den Sympathiträgern der
Gettorfer Massen diesmal leider nicht hold.
Als es kurz nach 18:30 Uhr im ersten Doppel zwischen Rehbehn/Hass und
Sieck/Nawroth zum Gettorfer Matchball kam und sich das zweite Doppel
Dr. Lorenzen/Gerald Tank gegen Juckel/Andresen in den Tie-Break des zweiten
Satzes kämpfte,
sah es aus Gettorfer Sicht noch sehr rosig aus. Um 19:10 Uhr hieß es
im ersten Doppel dann leider 6:2, 6:7, 2:6 und das zweite Doppel hatte
mit 1:6, 6:7 verloren -2:4, Schade, schade, schade!
Die gute Stimmung ließ sich dennoch niemand verderben. Bei einem üppigen
Grill-Buffet saßen beide Mannschaften noch lange zusammen. Man philosophierte
über vorangegangene weniger harmonische Punktspiele, gegen einen ganz
gewissen Gegner aus dem "Hamburger Speckgürtel" mit dem beide Teams
in den Vorwochen schon das "Vergnügen" hatten, man stellte fest, dass
vor einigen Jahren ein Spieler aus Gettorf einen Spieler von Neumünster
im Fach Sport an einer Neumünsteraner Schule unterrichtete, und so
weiter und so fort...
Kurzum: Ein wirklich freundschaftliches Punktspiel gegen einen sehr sympathischen
Gegner aus Neumünster!
Gut für den Umsatz am Tresen war diese Partie zudem auch.
Dieser Umsatz wurde im Verlaufe des Abends dann noch verbessert, als
man sich der Siegesfeier der Herren 30-Mannschaft anschloss, welche
zeitgleich den Hohner SV mit 5:1 besiegen konnte und nun allerbeste
Chancen besitzt, im nächsten Sommer ebenfalls auf Verbandsebene zu
spielen. In diesem Zuge wurde dann auch gleich ein Termin für einen
Vergleichskampf (Freundschaftsspiel) 1. Herren vs. Herren 30 als 6er-Mannschaft
vereinbart. Der Chef-Troubadour der Herren 30 - Sven Roßmann
- verstand es zu vorgerückter Stunde die Anwesenden beider Mannschaften mit
grand-prix-verdächtigen musikalischen Einlagen zu begeistern und so
kam es dazu, dass der harte Kern am Sonntag Morgen bei Tageslicht den
Heimweg antreten konnte.
(mt)