Jahreshauptversammlung 2004!!
Der Tennisclub Gettorf hat sich endgültig von seiner Mutter, dem
Gettorfer Turnverein (GTV) abgenabelt. Einstimmig billigten die Mitglieder
anlässlich der Jahreshauptversammlung am 09. März eine entprechende
Satzungsänderung.
Bisher befand sich der Tennisclub in einer Zwitterposition: Einerseits
war und ist er ein selbständiger, eingetragener Verein, andererseits
wurde er als Sparte des GTV geführt. "Diese Konstellation
war damals gewählt worden, um ein Höchstmaß an Fördermitteln
zu bekommen", erläuterte Vorsitzender Michael Polzin. Im Zusammenhang
mit dem Neubau des GTV-Heims im Krähenwald sei es nun aus formalrechtlichen
Gründen notwendig geworden, sich ganz aus dem GTV zurückzuziehen.
Nachteile hat die Satzungsänderung nach Aussage von Polzin für
den Tennisclub nicht. "Kurz- bis mittelfristig ist das ein Nullsummenspiel",
so der Vorsitzende.
Die Mitglieder sprachen Polzin erneut ihr Vertrauen aus. Der alte und
neue Vorsitzende appelierte an den Teamgeist, denn "ich mache hier
nicht den kostenlosen Verwalter."
Wiedergewählt wurde auch die Berauftragte für Clubheimbewirtschaftung
Inge Piotrowski. Außerdem bestätigten die Mitglieder die
Wahl von Jugendwart Mark Timmler. Als neuer Platzwart und damit Nachfolger
von Egon Schlüter fungiert seit dem 01. Februar Joachim Bawey.
Bürgermeister Dieter Schönfeld bezeichnete den Tennisclub
in seinem Grußwort als "unverzichtbaren Bestandteil in einer
lebendigen Gemeinde" und lobte die gelungene Renovierung des Clubhauses.
Auch Sportwart Frank Osthoff konnte Positives berichten: Fünf von
acht Mannschaften gelang der Aufstieg in die nächsthöhere
Spielklasse. Und Michael Polzin stellte befriedigend fest, dass der
TC Gettorf einer der ganz wenigen Tennisvereine ohne Mitgliederschwund
sei.
Nach längerer Diskussion stimmte die Versammlung mehrheitlich einem
Antrag des Vorstandes zu, die Altersgrenze von 65 Jahren für den
Gemeinschaftsdienst aufzuheben. Künftig müssen auch ältere,
aktive Tennisspieler Gemeinschaftsdienst auf der Anlage am Fasanenweg
leisten, zum Beispiel als Tresendienst. "Das passt ja auch zur
Rentenkürzung", kommentierte augenzwinkernd ein nicht mhr
ganz junger Tennisspieler das Abstimmungsergebnis.
(Eckernförder Nachrichten 11. März 2004, Burkhard Kitzelmann)